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Historische Fenster mit Langzeitschutz

Remmers GmbH

Innovative Produktsysteme für Bau- und Holzhandwerk

Weitere Projekte der Remmers GmbH

Über dieses Projekt:

Die Bautischlerei fertigt heute Fenster, Haustüren, Treppen und Wintergärten und v. a. m. 

Wegen der erstklassigen Referenzen erreichen viele Ausschreibungen den Betrieb, denn u.a. wurde dem Unternehmen 2011 in Bremen ein Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege zugesprochen.

Im August 2015 versendete die Immobiliengesellschaft der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands SPD über die Architekten Mario Friedrich und Ingo Hemesath die Ausschreibung für den Austausch sowie die Sanierung von Fenstern & Türen in einem denkmalgeschützten Gebäude in Norden.

Auf den beigefügten Fotos war die teilweise fortgeschrittene Zerstörung der ortstypischen Blockrahmen-Fenster erkennbar, wie z.B. morsche Ecken sowie aufgeplatzte Lacke auf rissigem Holz, das nun schutzlos der Witterung aus- gesetzt war. Der Sanierungsstau war augenscheinlich.

Malte von Monkiewitsch: „Nach einem Vor- Ort-Termin in Norden (Ostfriesland) war ich mir 100%ig sicher, dass eine Restaurierung an dieser Stelle keinen Sinn macht. Daraufhin habe ich dem Architekten eine Begründung geschrieben, dass eine Aufarbeitung weder wirtschaftlich noch zufriedenstellend sein würde und ich deshalb das Leistungsverzeichnis in geforderter Form nicht ausfüllen kann. Unser Vorschlag, den ich für alternativlos hielt, war der komplette Austausch der alten Fenster gegen neue, unter Beachtung aller Anforderungen der Baudenkmalpflege“.

Bauherr und Architekten folgten dem Rat des Unternehmens und der Auftrag wurde erteilt. Es war die Belohnung für eine klare Positionierung, welche neben dem Aspekt der Dauerhaftigkeit der gewählten Lösung auch die Vorteile aktueller technischer Standards hat.

Die 56 Fenster- und fünf Türelemente sollten exakt dem klassischen Erscheinungsbild entsprechen, gleichzeitig aber allen heutigen Anforderungen genügen im Hinblick auf Funktion und Witterungsbeständigkeit und selbstverständlich optimale energetische Eigenschaften aufweisen. Ganz nebenbei war die Neuanfertigung der Fenster insgesamt auch die preisgünstigste Variante.

Langzeitschutz gegen Verwitterung

Zusammen mit weiteren Sanierungsmaßnahmen erhielt das Gesicht des Gebäudes nun die dringend benötigte Erneuerung und Auffrischung. Weil das „Haus der SPD“ zentral gelegen und regional sehr bekannt ist, wurde der gelungene Austausch der historischen Fenster zum äußerst positiven Stadtgespräch.

Als Grundmaterial für die Fensterproduktion werden ausschließlich Dreifach-Lärchenlaminate der Firma Roggemann verarbeitet. Diese Fensterkanteln garantieren hohe Maßhaltigkeit bei optimalem Holzfeuchtegehalt. Beide Eigenschaften sind wichtige Qualitätskriterien, ideal ergänzt durch einen Langzeitschutz gegen Verwitterung mit einem industriellen Induline Remmers-Lacksystem im Vierschichtaufbau.

Remmers hat schon vor Jahren ein Konzept für das langlebige Holzfenster entwickelt. Realisiert durch ein Produkt-, Verfahrens- und Qualitätssicherungssystem, das eine nahezu 100%ige Schadensfreiheit bei Holzfenstern erreicht. Das Ergebnis: „Die Remmers System Garantie (RSG) – 10 Jahre keine Sanierungsanstriche”.

Die W. Windeler Tischlerei GmbH produziert als zertifizierter Systempartner alle Fenster- und Türenelemente aus Holz nach diesen Vorgaben.

Zusammenarbeit mit der Denkmalbehörde

Das Bild norddeutscher Ortschaften wird von Ziegelbauten bestimmt. Sie gehören zu dem Gebäudebestand, der unter Denkmal-, Milieu- oder Ensembleschutzes steht. Das gilt auch für das Objekt am Burggraben 46 in Norden. Es wurde als eines der ersten Verwaltungsgebäude errichtet, das ausschließlich Büros enthielt, für den Betrieb einer Krankenkasse. Das Gebäude ist in weiten Teilen original erhalten. Seine das Stadtbild prägende Dominanz begründete 1990 die Eintragung als Baudenkmal.

Der Fensteraustausch erforderte deshalb eine denkmalrechtliche Genehmigung, die von den Architekten Mario Friedrich und Ingo Hemesath erfolgreich beantragt wurde. Profilquerschnitte, schmale Profile, historische Beschläge und zahlreiche weitere Detaillösungen wurden mit der Behörde abgestimmt. Um die kulturhistorische Bedeutung des Gebäudes zu erhalten, sollten die neuen Fenster des Hauses in Form und Gestaltung möglichst genau den historischen Originalen gleichen. Die Verwendung hierzu passender Profilstärken war deshalb unabdingbar. Die W. Windeler Tischlerei GmbH setzt bei solchen Bauvorhaben bevorzugt ein spezielles Profil ein, das IV 68 Denkmalschutzfenster mit den klassischen Wetterschenkeln auf der Außenseite. Im Bereich des Vorderhauses werden historische Beschläge wie z.B. die Schweriner Fensterstangen verwendet und auch historische Oberlichtbeschläge. Im rückwärtigen Bau hingegen einwärts öffnende Fensterelemente mit einem speziellen Zwischengetriebe im Stulpbereich. Der Vorteil: im Stulpbereich wurden 2 cm gewonnen und die Glasfläche um 4 cm erweitert. Das ermöglicht eine Rahmen-Ansichtsbreite des Flügels von 34 mm. Zudem wird der Sitz der Griffolive mittig auf eine zusätzliche Schlagleiste ermöglicht, was wiederum dem historischen Bild entspricht. Das ist für die Erfüllung der Vorgaben der Denkmalbehörde sehr wichtig.

 

Fazit: Für die vorbei eilenden Passanten sieht der Klinkerbau nach dem Fensteraustausch genau so aus wie zur Zeit des Neubaus. Das war das Ziel der Baudenkmalpflege. Alle Beteiligten wissen, dass Altes nur bewahrt werden kann, indem es komplett erneuert wird. Entscheidend ist die Einhaltung der Formensprache des Gewesenen. Und das ist hier sehr gut gelungen.

Malte von Monkiewitsch / Projektleiter

Wir setzen auf einen vier stufigen Beschichtungsaufbau mit Induline Premium Coatings der Remmers Gruppe AG, damit das Holzfenster im Wettbewerb die Nase vorn behält.

Die RSG wird seit 10 Jahren angeboten. In diesem langen Zeitraum musste nicht eine einzige Reklamation von der Windeler GmbH abgewickelt werden. Die versprochene Langlebigkeit kann also auch weiterhin mit gutem Gewissen dem Kunden gegenüber vertreten und ausgesprochen werden.