16.03.2010
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Bürokratieabbau

Bilanzierungspflicht für kleine Firmen vor dem Aus

Zeit und Geld kostet die Pflicht zur Bilanzierung Schreinermeister Thomas Radermacher - 8000 Euro jedes Jahr. Jetzt will die EU kleinere Firmen von der Pflicht zur Bilanzierung befreien.


Thomas Radermacher ärgert sich mächtig über die Bilanzierung, berichtet welt.de. "Ganz abgesehen vom enormen Zeitaufwand kostet mich diese Vorgabe jedes Jahr bis zu 8000 Euro", zitiert die Internetseite den Handwerker aus Meckenheim. Auch die Pflicht zur Veröffentlichung seiner Bilanz nervt den Unternehmer - könne so doch jeder Wettbewerber in seine Zahlen blicken.

Kein Einzelfall: Wer mehr als 500.000 Euro Umsatz oder mehr als 30.000 Euro Gewinn im Jahr macht, muss in Deutschland eine Bilanz erstellen. Alle anderen haben es leichter. Sie müssen nur eine Einnahmen-Überschussrechnung erstellen. Die ist einfacher, günstiger und nicht für die Öffentlichkeit bestimmt.



Wie welt.de berichtet, will das EU-Parlament nun jedoch europaweit Unternehmen von der Bilanzierungspflicht befreien, die zwei von drei Kriterien erfüllen:

  • Sie beschäftigen maximal zehn Mitarbeiter.
  • Der Jahresumsatz liegt unter eine Million Euro.
  • Die Bilanzsumme beträgt maximal 500.000 Euro.
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Ginge es nur nach dem EU-Parlament, wäre die Sache geritzt: 445 Parlamentarier stimmten laut Welt dafür, lediglich 19 dagegen. Doch die Vorlage müsse noch durch den EU-Ministerrat. Deutschland wäre dafür, doch noch könnten Italiener und Franzosen das Vorhaben verhindern.

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­ (jw)

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