20.11.2014
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easyTouch - die neue Maschinensteuerung von Brandt

AngeTOUCHt

Der Kantenanleimer von Tischler ­Schnöde braucht ­Körperkontakt. Er mag es, wenn Finger ihn berühren und ihm neue ­Geheimnisse entlocken. Und Tischler Schnöde mag das auch. Deswegen hat er seinem schönen Schätzchen auch eine neue ­Steuerung spendiert. „Brandtneu“, sozusagen.

von Lutz Odewald

Wer suchet, der findet. Aber suchen muss man schon, bis man die Werkstatt von Tischlermeister Schnöde findet. Der Betrieb versteckt sich in Sundern, mitten in der sauerländischen Provinz, zwischen Wiesen und Waldstückchen. Und auch von außen kann man dem provisorisch wirkenden „Firmengebäude“ nicht ansehen, welch pfiffiges Team darin emsig werkelt. „Ich habe mich zunächst im Nebengewerbe selbstständig gemacht. Nach dem Meister bin ich dann 2009 richtig durchgestartet“, schildert der junge Unternehmer die Anfänge seiner eigenen Tischlerei. Die gepachteten Räumlichkeiten beherbergten schon vorher eine Tischlerei.

Gebrauchte Schätze
Und da auch Thomas Schnöde nicht mit dem goldenen Löffel im Mund oder als Spross einer Tischlerdynastie geboren wurde, besteht der größte Teil seines Maschinenparks aus sorgsam zusammengestellten Gebrauchtmaschinen. Im Hintergrund brummt eine „alte“ Weeke, ein grüner Dreiachser, Baujahr 1995. Die Absaugung von Höcker hält den Bewegungsdrang von Span und Staub in Grenzen. Und die „Brandt Highflex 1220“ ist das Prunkstück unter den Großmaschinen des 32-jährigen Tischlermeisters. „Glück gehabt, die habe ich 2011 als Insolvenzrückläufer gekauft.“



Auf der letzten Holzhandwerk ist Thomas Schnöde natürlich auch über den Homag-Stand geschlendert. Und wurde aufmerksam auf die neue „easyTouch“-Steuerung, die eines der zentralen Themen im Practive-Bereich des Maschinenbauers war. „Ob das nicht auch auf meine Brandt passt?“ Sollte eigentlich klappen, denn der Austausch der alten Steuerung „EC 10+“ gegen easyTouch ist Baujahr unabhängig, verspricht Brandt. Alle Maschinen der Ambition 1100er und 1200er, die eine EC 10+ hatten, können gegen easyTouch getauscht werden. Heutige Highflex-Modelle der 1200er-Reihe haben die Steuerung schon serienmäßig dabei.

Neue Steuerung
Gefragt, geprüft und schon vereinbart: Die Tischlerei Schnöde wurde ratzfatz zum Testbetrieb in Sachen Umrüstung erkoren. Und seine Highflex bekam die nagelneue Steuerung aufgesetzt. „Die Umrüstung selber und die kurze Einweisung gingen ganz flott, seit drei Monaten arbeiten wir jetzt damit“, schildert Schnöde den Beginn seiner handfesten Beziehung. „Als kleiner Betrieb war uns natürlich wichtig, dass wir keine Arbeitsausfälle haben. Aber die Umstellung verlief wirklich reibungslos.“

Sechs von 20 möglichen Programmen haben die Sauerländer auf der Steuerung installiert, die Updates werden in der Werkstatt per USB-Stick aufgespielt. „Die Bedienung erfolgt direkt am Gerät, da wir keinen zentralen CAM-Arbeitsplatz haben.“ Genau für solche Einstiegsszenarien wurde die Steuerung mit ihrem sieben Zoll großen Touch-Monitor auch entwickelt. Immerhin verspricht Brandt eine einfache Bedienung, hohen Bedienkomfort und eine intuitive, benutzerorientiere Menüstruktur.

Neue Chancen
Die Mitarbeiter von Thomas Schnöde sind offensichtlich mit ihrem Kantenanleimer zufrieden. „Wir verarbeiten hauptsächlich 1- und 2-mm-ABS-Kanten, ab und an auch mal Massivholz. Und dabei ist die Bedienung viel zeitgemäßer als bei unserer alten KD 19“, erklärt Schnöde, während er den Monitor nutzt, um die Brandt passend für die nächste Platte einzustellen.

„Für uns ist die Betriebsdatenerfassung ein enormer Fortschritt, denn wir arbeiten auch oft mit Kollegen, für die wir ihre Platten als Auftragsarbeit bekanten. Das können wir jetzt einfach und genau abrechnen.“ Erfasst werden durch die Steuerung Betriebsstunden, Kantenlängen und Werkstücke.

Die Tischlerei ist selber im Innenaus- und Möbelbau aktiv, hat sich im Sauerland schnell einen guten Namen mit Ladenausbauten und als Messebauer gemacht. Und hat sich neben ­Holzwerkstoffen und Massivholz auch dem ­formenden Umgang mit Corian sowie dem Hochglanz verschrieben. Doch das ist eine andere ­Geschichte …

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