14.05.2018
0 Bewertung(en) Rating
Schriftgröße

Sicherheit

Altes Gemäuer, modern gesichert

Es ist nicht einfach, historische Bausubstanz und moderne Sicherheitsbedürfnisse unter einen Hut zu bringen. Die Betreiber der Domäne Schaumburg haben es mit Beschlaghersteller Glutz geschafft.


 - Die Domäne Schaumburg ist eigentlich nur die Vorburg der ehemaligen Burg, die im 30-jährigen Krieg zerstört wurde.
Die Domäne Schaumburg ist eigentlich nur die Vorburg der ehemaligen Burg, die im 30-jährigen Krieg zerstört wurde.
Foto: Glutz

Schlüssel sind verschwunden, Türen stehen permanent offen, Gäste sperren sich aus ihren Zimmern aus – auf der Domäne Schaumburg in Thüringen war in den vergangenen Jahren der Schlüsseldienst häufiger zu Gast. Kein Wunder: Auf dem gesamten Gelände gibt es rund 100 Türen, die sicher geschlossen, ständig geöffnet oder anderweitig überwacht und gesteuert werden müssen. Die Domäne Schaumburg ist ein sehr spezielles Gebäude mit vielfältiger Nutzung: ein historischer Vier-Seiten-Hof, eingefasst von Gebäuden mit den Bereichen Stall, Tierarztpraxis, Restaurant und Pension. Das ehemalige Rittergut liegt auf dem Burgberg über den Dächern von Schalkau. Wegen der unbefriedigenden Schließanlage waren Schäden an Türen und damit entsprechend hohe laufende Kosten an der Tagesordnung. Grund genug für die Betreiber, über eine neue Lösung nachzudenken.

Passend zur historischen Umgebung

 - Der Besuch des Schlüsseldiensts gehört der Vergangenheit an.
Der Besuch des Schlüsseldiensts gehört der Vergangenheit an.
Foto: Glutz

Die Wahl fiel auf den Hersteller Glutz und sein E-Access-System. Das Unternehmen installierte mehrere Komponenten seines Zutrittssystems, darunter diverse Zylinder, Beschläge, E-Leser und Net-Repeater. Bei einem historischen Gebäude müssen die Beschläge natürlich zur Substanz passen: So stimmten die Spezialisten von Glutz unter anderem die Oberflächen der Zylinder auf das Interieur ab. Sie sind jetzt in matt vernickelt, Messing poliert und im Schmiedeeisen-Look im Einsatz. „Unser abendlicher Rundgang zur Kontrolle, ob alle Türen verschlossen sind, fällt jetzt glücklicherweise weg“, sagt Dr. Margit Petter, Eigentümerin der Domäne Schaumburg.

Limitierter Zutritt

 - Vor der Installation von E-Access mussten ständig rund 100 Türen kontrolliert werden.
Vor der Installation von E-Access mussten ständig rund 100 Türen kontrolliert werden.
Fotos: Glutz

Das elektronische Zutrittssystem E-Access arbeitet mit einer Funkvernetzung; die Betreiber der Domäne verwalten und vergeben Zutrittsberechtigungen zentral. Die Daten werden per Funk übermittelt. Nach Sekunden erkennt dann beispielsweise die neue Bürotür in der Gastronomie den Mitarbeiter. Ebenso einfach können zeitlich limitierte Zutrittsberechtigungen erteilt werden, beispielsweise für Handwerker, Sitzungsteilnehmer oder Servicepersonal. Türen sind nun von außen mit Knäufen gesichert und ohne Berechtigung nicht zu nutzen. Gäste erhalten nur Zutritt zu den für sie relevanten und gebuchten Bereichen und einzelnen Räumen, also etwa für Fahrradkeller, Skiraum und natürlich die Zimmer. Bucht ein Gast Frühstück, ist er automatisch berechtigt, den Frühstücksraum zu betreten, bucht er ohne, hat er keinen Zutritt. Entscheidet ein Gast sich morgens, das Frühstück dazuzubuchen, genügt ein Klick und er erhält eine Berechtigung für diesen Raum. Auch die Personalkontrolle ist viel einfacher geworden. Die Helferin der Tierarztpraxis hat Zutritt zum gesamten Praxisbereich, aber nicht zur Gastronomie oder ins Hotel. Umgekehrt hat die Kellnerin nur Zugang ins Restaurant, aber nicht in den Stall. (tv)

Web-Wegweiser
www.glutz.com

 - Das neue System: Zutritt gibt‘s nur mit Berechtigung.
Das neue System: Zutritt gibt‘s nur mit Berechtigung.
Foto: Glutz

Ist dieser Artikel für Sie hilfreich?

Kommentar schreiben

Ihre persönlichen Daten:

Sicherheitsprüfung: (» refresh)

Bitte füllen Sie alle Felder mit * aus! Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.