08.05.2018
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Alles in Einklang

Keine Angst vor ungewöhnlichen Aufträgen: Michael Biesel hat für einen Kunden ein imposantes Tonstudio gebaut.


Was hat ein Tischler mit einem Tonstudio zu schaffen? Eine ganze Menge. Nämlich dann, wenn es um die knifflige Aufgabe geht, akustische Anforderungen mit modernen Materialien regelrecht in Einklang zu bringen: „Der Einsatz von akustisch hochwirksamen Materialien und die enge Zusammenarbeit mit einem Ingenieurbüro für Akustikplanung war für uns eine völlig neue Herausforderung“, sagt Michael Biesel, Diplom-Ingenieur (FH) Holztechnik und Chef der Tischlerei Biesel in Hannover-Langenhagen.

 - Der große Aufnahmesaal bietet Platz für mittelgroße Orchester.
Der große Aufnahmesaal bietet Platz für mittelgroße Orchester.
Foto: Constantin Golze

Bauherr Karl Tessmar hat großzügig gebaut und ein für den norddeutschen Raum einmaliges Tonstudio geschaffen: Auf mehr als 1.000 Quadratmetern bietet es modernste Technik für Audioproduktionen. Der Gebäudekomplex umfasst ein Tonstudio mit drei Aufnahmeräumen, Mixing- und Masteringregie sowie ausreichend Aufenthaltsmöglichkeiten für Musiker und Künstler. Der große Aufnahmesaal ist durch eine variable Raumakustik sowohl für Rock- und Pop-Produktionen als auch für die Aufnahme von mittelgroßen Orchestern geeignet.

Für die Herstellung des Sockels im großen Aufnahmesaal sowie den Ausbau der Aufnahmeräume, der Regie und des Masteringraums erhielt die Tischlerei Biesel den Zuschlag. „Dutzende Detailpunkte mussten auf ihre akustische Wirksamkeit und Verträglichkeit geprüft werden. Das Thema Schallentkopplung zog sich durch die gesamte Bauphase“, berichtet Biesel. „Entkoppelte Kippsicherungen, Melaminharzschaum, Trennwandplatten, Vlies, Unterspannstoffe und Akustikstoffe sind Materialien, mit denen Tischler wohl nicht jeden Tag zu tun haben.“

 - Musste sich in ein völlig neues Thema einarbeiten: Michael Biesel.
Musste sich in ein völlig neues Thema einarbeiten: Michael Biesel.

Eine Herausforderung war auch noch einmal das Fenster zwischen dem großen Aufnahmesaal und dem Regieraum: ein dreischaliger Fensteraufbau mit einer Breite von 1,80 Metern. Dabei mussten die Glasscheiben abgewinkelt und gekippt sein, um eine optimale Akustik- und Sichtwirkung zu erzielen. (tv)

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