16.02.2012
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Gutes noch besser gemacht

Test Lackfräse Metabo LF 724 S

Eigentlich arbeiten die Profis der Tischlerei Freche mit dem Vorgänger der neuen Metabo-Lackfräse. Und schon die wusste zu überzeugen. Also genau der richtige Betrieb, um der "Neuen" auf den Zahn zu fühlen.

von Lutz Odewald

 - Sven Widerstein
Sven Widerstein

"Gibt es überhaupt noch eine andere?" Sven Widerstein zuckt die Schultern. Seines Wissens nach ist die Metabo die Einzige ihrer Art.
Richtig getippt: Die Lackfräse „LF 724 S“ ist nach Angaben von Metabo tatsächlich ein Spezialgerät, welches nur der Hersteller aus Nürtingen baut. Sie ist gemacht, um Beschichtungen von ebenen Oberflächen zu entfernen. Und genau dafür setzt sie der Geselle der Tischlerei Freche aus Bad Pyrmont auch ein.


Das Renovierungs-Ass
„Unser Hauptgebiet? Wir sind Allrounder, arbeiten im Innenausbau, fertigen selber Fenster in Holz und Kunststoff.“ Stolz zeigen Widerstein und Chef Helge Freche die Werkstatt. „Die Fräse setzen wir immer dann ein, wenn wir alte Stücke restaurieren und die Farbe ab muss.“
Das ist auch ganz im Sinne des Erfinders. Immerhin verspricht Metabo eine deutlich bessere Arbeitsleistung als bei Verwendung klassischer Schleifmittel und -maschinen.

Messerhelden
Gefräst wird mit insgesamt vier Hartmetall-Wendemessern, die sich an der Unterseite und den Seiten der Maschine verstecken. Die scharfen Teile lassen sich mit einem Kombischlüssel blitzschnell und genau auf die benötigte Frästiefe bis maximal 0,3 Millimeter einstellen. Metabo verspricht eine viermal schnellere Arbeitsleistung als mit herkömmlichen Arbeitstechniken.
„Wir haben hier viele denkmalgeschützte Gebäude. Da müssen Fenster oft erhalten bleiben“, beschreibt Sven Widerstein die Notwendigkeit der Lackfräse. „Die Maschine ist viel schneller und setzt sich auch nicht gleich zu, wenn der Lack ab muss.“


Ab in die Ecke
Eine besondere Stärke führt der norddeutsche Tischler gleich am Werkstück vor. „Ich komme mit der Maschine bis in jeden Falz.“ Kein Wunder, dass auch Treppenstufen den Schrecken für Freche und sein Team verloren haben. „Bis auf ganz kleine Ecken kommt man überall hin.“ Die Ecken sind der Rotation der Fräse geschuldet.

Sparsame Handwerker
Da auch im Weserbergland sparsame Handwerker arbeiten, betont Sven Widerstein: „Das Preis-Leistungs-Verhältnis des Geräts stimmt absolut.“ Und was passiert, wenn mal ein Nagel im Weg ist? „Dann muss das Messer getauscht werden.“ Teuer? „Ach was, das sind kleine Beträge, da lohnt kein Nachschleifen.“ Der Austausch der Messer geht ruck, zuck, dann kann dem Lack weiter zu Leibe gerückt werden.
Das abgetragene Material wird über einen Saugeranschluss abgesaugt. „Nach dem Einsatz muss die Maschine aber gründlich gereinigt werden, sonst setzt sie sich nicht nur zu, sondern auch die plane Auflage, die gute Ergebnisse sichert, wird dann uneben.“ Widerstein und seine Kollegen setzen Verdünner ein, um den Lackresten den Garaus zu machen.

 - Sven Widerstein und Helge Freche aus Bad Pyrmont
Sven Widerstein und Helge Freche aus Bad Pyrmont


Bei der Frage, ob sie die Anschaffung der Lackfräse wiederholen würden, grinsen beide. „Brauchen wir nicht. Unsere tut´s noch. Und da der Service stimmt, klappt das bestimmt noch eine ganze Weile.“

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