06.05.2011
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Vanessa vertrat die Tischler und Schreiner bei der Miss Handwerk

Schreinern macht schön

Was hat sich für die Nachwuchs-Schreinerin Vanessa Heisel aus Elm im Saarland durch die aufregende Zeit als Model verändert? Hat ihr Betrieb Vorteile durch die attraktive Auszubildende?

von Kira Susann Schütze

 - Foto: T. Seeber
Foto: T. Seeber

Es ist zwar nicht der erste Platz geworden, aber Vanessa Heisel kann sich stolz „attraktivste Tischlerin Deutschlands“ nennen. Als einzige aus ihrem Gewerk ist sie in die Endausscheidung der Wahl zu Miss und Mister Handwerk gekommen. Und das, obwohl sie erst gar nicht mitmachen wollte. „Ich habe einen Aufruf in einer Zeitschrift gesehen und Vanessa darauf angesprochen. Aber sie hatte kein Interesse“, erinnert sich ihr Ausbilder Roman Spieldenner.

 - Foto: Lars Otten (DHB)
Foto: Lars Otten (DHB)

Neue Erfahrungen
Nach etwa zwei Wochen hatte sich die Meinung jedoch geändert: „Ich hab mich übrigens doch angemeldet“, teilte die Schöne ihrem Chef mit. Damit war der erste Schritt ins Rampenlicht getan. Die folgenden Fotoshootings waren eine ganz neue Erfahrung für die 21-Jährige: „So was hatte ich noch nie zuvor gemacht. Aber der Fotograf hat wirklich gute Anweisungen gegeben. Da war es ein großer Spaß!“ Gut unterstützt wurde sie zudem von ihrem Ausbilder, der sie für die Termine freistellte. „Mit guter Planung“, sagt er, „war das alles ganz stressfrei – für mich und für sie." Der Schreinermeister aus Völklingen, der durch die Krise seine zwei Mitarbeiter entlassen musste, schaut optimistisch in die Zukunft und engagiert sich für seine Auszubildende. Ihr persönliche Freiräume zu lassen, sei dabei ganz wichtig, ist er sich sicher.



Glücklicher Holzwurm
Diese Freiräume konnte Vanessa für neue Erfahrungen nutzen. „Ich habe neue Leute kennengelernt. Aber Fotos können auch trügerisch sein…“ In der Endrunde des Wettbewerbs fühlte sie doch den Konkurrenzdruck. Ob sie oft auf ihre neue Berühmtheit angesprochen wird? „Ja“, lacht sie, „Nicht nur mein privates Umfeld, sondern auch Mitschüler und Lehrer fanden es supertoll! Die haben sich gleich den Kalender gekauft und direkt das Augustbild aufgeklappt, auf dem ich abgebildet bin. Dabei ist doch noch gar nicht August.“ Sie lacht noch einmal und berichtet dann von ihrer Fanpost. „Mein bewusstes Auftreten als Frau im Handwerk hat schon viele begeistert. Die wollten sogar Autogramme!“ Ein bisschen komisch findet sie diesen Hype um ihre Person trotzdem. Dafür freut sie sich umso mehr, ihrem Ausbildungsbetrieb etwas zurückgeben zu können: "Die indirekte Werbung für uns ist ein netter Nebeneffekt!“

Weitere Informationen:
Tischlerei Spieldenner
Wahl zu Miss und Mister Handwerk

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