31.08.2011
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Gallischer Charakterdarsteller

Praxistest Renault Master

Der Renault Master trägt seine markante Nase mit Stolz, schließlich sind auch die Frontpartien von ­Depardieu oder de Funes „herausragend“. Tischlermeister Heiko Richter hat sich vom Franzosen aber nicht an der Nase herumführen lassen ...

von Lutz Odewald

Die Tischlerei Krüger ist in Alfeld vor den Toren Hannovers zu Hause. Rund 50 Kilometer trennen die Handwerker von ihren Kunden, denn die wohnen meist in der niedersächsischen Landeshauptstadt. Stadtverkehr, Landstraße oder Autobahn – für Heiko Richter beruflicher Alltag. Im Zwölf-Mann-Betrieb dient normalerweise ein Wolfsburger Lastesel für die Beförderung von Mensch und Material. Genau die richtige Herausforderung für den französischen Charakterdarsteller mit der ausgeprägten Schlitz-Front.


Flotter Motor
Und der schlägt sich in seiner ersten Disziplin schon ziemlich gut. „Der Motor überzeugt, der hat einen guten Zug.“ Heiko Richter hat den 125 PS starken Master gefahren. Neben dieser Variante entlockt Renault dem 2,3-dCi-Motor noch 100 oder 146 PS. Kombiniert mit der serienmäßigen Sechsgangschaltung lässt der Diesel nicht nur turbounterstützt die Muskeln spielen, sondern bewegt sich nach Erreichen der gewünschten Geschwindigkeit auch in angenehm spritsparenden Drehzahlregionen. „Ich hab ihn nicht leer bekommen, der ist echt sparsam“, staunt Richter, der den Wagen eine knappe Woche bewegte. Die angegebenen 8,0 bis 8,3 Liter für den Frontantrieb haben sich im Alltag bestätigt.



Wer will, kann dem Master auch von hinten Beine machen, der Antrieb im Heck eignet sich vor allem dann, wenn oft schwer geladen werden soll. Dass eine Inspektion erst nach 40 000 Kilometern ansteht, gefällt dem sparsamen Handwerker.


Üppig Platz
Wie seine prominenten Vorbilder hat auch der Master eine große Klappe. Und reichlich Varianten zur Auswahl. Drei Radstände, vier Längen sowie drei Laderaumhöhen wollen für maßgeschneiderte Transporterlösungen bis 17 Kubikmeter Ladung sorgen. Für die Männer der Tischlerei Krüger darf es schon die größere Variante sein, denn die Norddeutschen sind Allrounder. Im Laderaum sollte genug Platz auch für große Fenster und Türen sein. Doch Platz alleine reicht nicht: „Die vielen Befestigungsmöglichkeiten sind super, das kostet im Wolfsburger alles Aufpreis“, plaudert Tischler Richter aus dem Alltag.

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