12 Monate mit dem Elektro-Transporter
Langzeittest: Der Winter stresst
Handwerksmeister Ewald hat gleich zwei im täglichen Dauereinsatz: EcoCarrier der Wunstorfer Firma EcoCraft, angetrieben mit Elektromotoren, versorgt mit Blei-Gel-Akkus. Wie schlagen sich die "grünen Schätzchen" im betrieblichen Alltag wirklich?
Minus 12 Grad. Minus 15 Grad. Eisiger Ostwind. Schneeberge auf den Straßen und Dächern. Eiszapfen an den Dachrinnen. Für Dachdeckermeister Ewald aus Hannover Stress pur. "Wir haben jetzt fast rund um die Uhr Einsätze, weil Dachrinnen und -abläufe antauen und dann zufrieren", erzählt der ökologisch orientierte Handwerker.
Seine zwei Schätzchen halten sich wacker, in Sachen Leistung zeigen sich die Strommobile unbeeindruckt vom winterlichen Dauerfrost. Aber: "Die Reichweite sinkt jetzt schon stark." Nur noch 30 bis 50 Kilometer lassen die tiefgekühlten Blei-Gel-Akkus jetzt zu, dann wollen sie wieder ans Netz. Akkus mögen keine Kälte, das trifft besonders die etwas altmodischen, aber kostengünstigen Blei-Gel-Akkus.
Für den Unternehmer, der mitten in der Stadt residiert, ist das trotzdem kein Hindernis: "Einer lädt gerade, der andere ist noch in Wunstorf beim Hersteller." Dort werden ein Notsitz eingebaut und die Ladeanzeige noch einmal nachjustiert. "Ich nehme auch an, dass dies der Grund für den Reichweitenverlust ist", erklärt Ewald. "Die Wagen standen etwas, müssen jetzt erst täglich wieder ran." (21. Dezember 2010)
Mehr Informationen:
So startete der Langzeittest
Dachdecker Ewald
