30.04.2010
4 Bewertung(en) Rating
Schriftgröße

Das "Ersatz"-Holz

In der Praxis: Remmers PU-Holzersatzmasse

Holz ist ein uralter Baustoff. Problematisch wird es, wenn der Baustoff uralt wird. Denn bisweilen nagt nicht nur der Zahn der Zeit, auch Hausbock oder Termite, Fäule oder falsche Behandlung sorgen für Schäden. Doch es gibt Hoffnung ...

 - Fotos: Remmers
Fotos: Remmers

Es gibt nicht nur Fachwerk: In Mittel- und Osteuropa waren lange Zeit Holzbohlenhäuser schwer im Trend. Und sind es heute wieder. Das Problem: die Zeit dazwischen. Das hier gezeigte Haus liegt in Tschechien, es wurde großteils in Eigenregie wieder in seinen jetzigen Zustand versetzt.

Wichtig bei der Renovierung: Zum einen sollte das Haus heutigen Maßstäben genügen. Und es sollte seinen Charakter nicht verlieren, das sichtbare Holz sollte also sichtbar bleiben. Wie viele andere Bauwerke auch wurde dieses Gebäude vor über hundert Jahren nicht vom Hausbockkäfer verschont. Die Larven dieses holzzerstörenden Insekts leisteten ganze Arbeit, das heißt, von manchem Block war nur noch das Reifholz übrig. Mehrere alte Holzteile wurden durch neue Brettware verblendet. Der Einbau neuer Fenster, die Installation einer Küche sowie eines Bades wurden durch hohen Eigenleistungsanteil bewerkstelligt und hoben den Wohnstandard des Gebäudes erheblich an.



Doch jetzt ging es an die fachgerechte Sanierung des Fichtenholzes. Die Spalten, einst verschlossen mit getrocknetem Moos und Getreidespreu, gemischt mit Lehm, mussten aufwändig saniert werden.

Die vor 15 Jahren durchgeführte Schnellschließung der Spalten zwischen den einzelnen Blockbohlen wurde 2009 durch filigrane Arbeit nach Einbringung einer Putzträgerkonstruktion mit Remmers Sanierputz altweiß komplett ersetzt.
Letztlich verblieben im Innen- und Außenbereich einige Fehlstellen an den Blockbohlen, die im Zusammenhang mit dem ehemaligen Hausbockbefall standen oder der ehemaligen Fensterkonstruktion geschuldet waren.


Für das Verschließen der Fehlstellen wurde das Remmers-Produkt PU-Holzersatzmasse Set ausgewählt. Aufgrund der Vermischung und Reaktion des PU-Harzes mit getrockneten Spänen bleibt die verarbeitete Holzergänzungsmasse wasserdampfdurchlässig. Dieser Sachverhalt ist wichtig, um auch in Zukunft Schäden durch holzzerstörende Pilze bei Wassereindringung vermeiden zu können. Die betroffenen Stellen wurden von losen Teilen gereinigt.





Da die Harzkomponente während ihrer Reaktion mit dem Holz (Blockbohlen und Späne) quillt und ihr Volumen vergrößert, werden stabile Formen benötigt, um die genaue Ergänzung des ehemaligen Volumenverlustes zu sichern. Diese Formen wurden mit Ölpapier ausgekleidet, damit das Anhaften des Harzes in der Form verhindert wird.




Ist das Material ausgehärtet, kann gesägt oder geschliffen werden. Den genauen Farbton kann man etwa mit Aidol nachempfinden und an die Umgebung anpassen.
Weitere Informationen: Remmers

Ist dieser Artikel für Sie hilfreich?

Kommentar schreiben

Ihre persönlichen Daten:

Sicherheitsprüfung: (» refresh)

Bitte füllen Sie alle Felder mit * aus! Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.