Die letzten 150 Jahre
Firmenhistorie: Es ist nicht immer gut gelaufen!
Hans Neef schildert in den folgenden Zeilen die Historie seines Unternehmens, das an diesem Wochenende 150jähriges Firmenjubiläum feiert:
Als am 8. Juli 1860 Joh. Wilhelm Neef im Verkünder für Stadt und Land eine Anzeige aufgab, dass er in Viersen angefangen habe, eine Schreinerei zu betreiben, hätte wohl niemand gedacht, dass wir heute 150 Jahre später hier stehen würden, um das Jubiläum dieser Firmengründung zu feiern. Auch seine Vorfahren waren bereits Schreiner, dies lässt sich bis in das 16. Jahrhundert zurückverfolgen. Also seit Jahrhunderten fühlt sich die Familie dem Handwerk verbunden und hat diese Tradition nicht aufgegeben.
Doch es ist nicht immer gut gelaufen!
Der Firmengründer starb bereits mit 43 Jahren, wenige Jahre nachdem er das Stammhaus der Familie Neef auf der Königsallee 57 baute, in dem noch heute meine Schwester mit Ihrer Familie wohnt. Sein Bruder Johann übernahm die Schreinerei bis sein Neffe Theodor, der Sohn des Gründers und mein Großvater, die Firma weiterführen konnte.
Unter Johanns Leitung war eines der Hauptbetätigungsfelder der Firma „feinste Kirchenarbeiten“. Im Jahre 1906 wurde die Schreinerei um einen langgestreckten Neubau erweitert und Johann und Theodor Neef reisten nach Leipzig, wo sie bei der Firma Kirchner auf einen Schlag für 9.600 Goldmark 6 Maschinen erwarben. Diese waren so robust, dass sie mehr als 60 Jahre im Betrieb waren. Die letzte sehen Sie hier noch ausgestellt.
Mit dem neuen Briefkopf „mechanische Schreinerei“ wurde auf diese mutige Investition hingewiesen.
Für einen langen Zeitraum lagen nun die Geschicke der Firma in den Händen meines Großvaters.
Wie die Tischlerei durch die Wirren der Kriege kommt >>
