Motivation
Eigenmotivation: Lernen von den Spitzensportlern
Ob es gut läuft oder schlecht: Unternehmer müssen sich selbst anspornen können, damit es weitergeht. Wie man sich selbst motivieren kann, zeigen Beispiele aus dem Sport.
Seine Motivation zieht Andreas Mayr aus seinen Zielen: „Mir geht es um finanzielle Unabhängigkeit und um Sicherheit – für meine Familie und mich, aber auch für meine Mitarbeiter und ihre Familien“, berichtet der Chef der Schreinerei Mayr in Manching. Ebenso motivieren ihn seine Entscheidungsfreiheit und das Vertrauen der Kunden und Mitarbeiter, aus dem sich immer wieder Freundschaften entwickeln. „Und die führen ja auch zu einer gewissen Selbstbestätigung.“
Tägliche Etappen
Wie wichtig Ziele für die eigene Motivation sind, bestätigt der Düsseldorfer Unternehmensberater Dirk Schmidt: „Ziel“ sei das Schlüsselwort. Nachdem er mehrere Jahre als Coach mit Spitzensportlern gearbeitet hat, ist Schmidt überzeugt: Von ihrer Selbstmotivation können Unternehmer lernen. So hätten Leistungssportler stets die nächsten Ziele im Blick. Sein Rat für Unternehmer: „Konzentrieren Sie sich täglich zehn Minuten intensiv auf das, was sie erreichen wollen.“
Nur zwei Sekunden schneller
Ziele sollten auch erreichbar sein, rät Schmidt. Ein erfolgreicher Sportler sage sich: „Ich muss nur ein kleines bisschen mehr können als andere, um besser zu sein.“ So lief Roger Bannister als Erster eine Meile in unter vier Minuten und wurde dafür gefeiert. Dabei war er nur zwei Sekunden schneller als der bisherige Rekordhalter. Wenn Unternehmer genau so nur etwas besser sein wollten als ihre realistischen Vorbilder, können sie nach Schmidt ihre Ziele erreichen.
Einen Schritt voraus
Für Mayr nichts Neues: „Motivation ist für mich auch der Reiz, immer einen Tick besser als die anderen und vielleicht einen Schritt voraus sein zu wollen.“ Und wenn der Erfolg da ist? „Unsere Erfolge tragen natürlich auch zur Motivation bei“, bestätigt Mayr, „aber ich bewerte sie nicht über, sonst wäre die Gefahr zu groß, sich auf dem Erreichten auszuruhen.“
Eine Einstellung, die auch der Coach empfiehlt: Der kurzfristige Erfolg ist nicht alles. „Wenn der Golfprofi Tiger Woods trotz eines Sieges mit seinem Abschlag unzufrieden ist, trainiert er am nächsten Tag nur diesen Abschlag.“
Nach Niederlagen wieder aufstehen
Die Parallelen zum Sport kann Mayr nachvollziehen. Früher ist er selbst Marathon gelaufen. Auch heute ist er noch aktiv, „aber nicht mehr so wettkampfmäßig wie früher“. Seine Erfahrung: „Gewissenhafte und langfristige Vorbereitung, volle Konzentration, um ein Ziel zu erreichen und die volle Leistung dann abrufen, wenn es erforderlich ist. Das ist nicht nur im Sport ein Schlüssel zum Erfolg.“
Auch in schlechten Phasen können Unternehmer von Sportlern lernen, glaubt Coach Schmidt. „Wettkampfteilnehmer stehen nach Niederlagen meist auf, richten den Blick nach vorn und trainieren weiter.“ Für Andreas Mayr bedeutet der Sport in solchen Phasen sogar noch mehr: „Da lasse ich dann meine ganze Energie und meinen Zorn raus, das hilft mir dabei, mich wieder auf- und neu auszurichten.“
Tipps zur Selbstmotivation:
