19.03.2012
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März 2012 - Schreinerei mit Internet-Zugang

Die App-Macher

Breitbandig mit dem Internet verbandelt ist die Schreinerei Drautzburg natürlich schon lange. Doch in Sachen Mobiles Internet und Bestückung von Smartphones mit ihren Produkten sind die Innenausbauer aus Rheinland-Pfalz mit Sicherheit die Ersten - und das sogar auf Chinesisch!

von Lutz Odewald

 - Joachim Drautzburg
Joachim Drautzburg

„Wir hatten schon immer innovative Ideen.“ Joachim Drautzburg muss schmunzeln, wenn er an den Werdegang seines Betriebes denkt. Das hier einiges ganz anders ist als in anderen Schreinereien, wird einem schon nach den ersten zehn Minuten klar.

Küchen als Startschuss
Joachim Drautzburg und Sebastian Becker empfangen gern Gäste in ihren imposanten Fertigungshallen mit dem hochmodernen Maschinenpark. „Ich habe den Betrieb 1991 gegründet“, erzählt Joachim Drautzburg. Und gleich gegen den Mainstream losgelegt: „Wir haben Küchen gebaut, als die große Masse an Kunden noch ins Küchenstudio gerannt ist.“

Maßanfertigung und gute Preise – der Betrieb brummte. Drautzburg investierte, schaffte sich als einer der ersten Schreiner überhaupt hochmoderne CNC- und Fertigungsanlagen an. „Damit habe ich die Grundlage geschaffen.“ Drautzburg bewies Mut und Weitsicht. „Ich habe mich mit meiner kleinen Firma auch an große Objekteinrichtungen getraut.“ Der Objektbau ist denn auch die Stärke der Rheinland-Pfälzer, namhafte Adressen im In- und Ausland zieren heute die Referenzliste.

Luxemburg als Zwischenziel
Bereits vor zehn Jahren dehnte sich Drautzburg dann Richtung Westen aus, überschritt die Landesgrenze nach Luxemburg. Damals absolutes Neuland für deutsche Betriebe, heute ein wichtiges Standbein der Schreinerei. „Es hat gedauert, bis wir dort Fuß gefasst haben. Aber heute bauen wir dort mit unserer eigens gegründeten Firma im Objektbau, von Schulen über Krankenhäuser bis hin zu Wohnheimen.“

Wer jetzt glaubt, es müsse bei so viel Aufgaben von Mitarbeitern nur so wimmeln, der wundert sich über die leeren Hallen. Betriebsurlaub?
Zum einen ist gerade ein Großauftrag abgewickelt und ausgeliefert. Zum anderen erklärt Sebastian Becker: „Wir arbeiten extrem organisiert und mit modernsten Maschinen.“ Und da bei großen Aufträgen häufig freie Mitarbeiter zum Einsatz kommen und Drautzburg und Becker in die Arbeitsvorbereitung viel Aufwand stecken, kann man hier momentan Versteck spielen.

Der Weg zur Holz-App >>

 
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