02.07.2012
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Juli 2012 - Töne, Tapas, Tauberbischofsheim

Der Schallschreiner

 - Das Woodtab
Das Woodtab

Männer und Musik
Ein ganz eigenes Projekt des umtriebigen Schreiners widmet sich dem Hörgenuss. Wobei Reinhart zunächst klein anfing. „Das Woodtab habe ich vor rund zwei Jahren entwickelt, passend zu iPhone und iTab.“ Edles Nussbaum oder Eiche schmeichelt den kühlen Hightech-Kurven der kalifornischen Edelmarke. Der Kenner bemerkt, wie gekonnt und kunstvoll das Holz bearbeitet wurde. „Das realisieren wir mit unserer CNC, das ist sonst kaum hinzubekommen.“ Der Schreiner ließ sich von der Formensprache von Apple weiter inspirieren.
„Ich habe schon in meiner Jugend eigene Boxen gebaut“, erklärt der Tauberbischofsheimer seinen Hang zum Umgang auch mit dem Lötkolben. Denn der nächste Streich ist nicht nur optisch ein Leckerbissen, sondern auch akustisch eine Offenbarung. Reinhart hat eine Serie von Boxen aufgelegt. Und dazu einen passenden Verstärker, der mittels integrierter Ladestation sein musikalisches Futter von iPhone oder iPod bekommt.
Noch einmal nachgefragt, bekräftigt er: „Ja, den habe ich selbst entwickelt und gebaut.“

Schall und Optik
Wer sich auf eine Hörprobe in der wohnkultur einlässt, der stellt schnell fest, dass die lackierten und edel mit Corian behüteten Soundmöbel das halten, was ihr kompaktes Äußeres verspricht: einfach guten Klang. Die Idee zur Box kam Reinhart in diversen Beratungsgesprächen: „Da verkauft man tolle neue Möbel, und in der Ecke stehen die alten Nussbaum-Furnier-Boxen rum.“
Da Reinhart aber keine Bastelbuden anbieten wollte, nahm er Kontakt zu High-Fidelity-Spezialisten auf. Und blieb bei der Firma Strassacker hängen. „Bei der Firma stimmten Preis und Leistung des angebotenen Bausatzes.“ Um seine akustischen Werke auch verwöhnten Ohren anbieten zu können, schickte er seine Boxen zur endgültigen Abnahme noch einmal zu Strassacker.
Das Karlsruher Familienunternehmen zeigte sich von der Qualität des Schreinergehäuses beeindruckt. Und nahm den direkten Kontakt auf. Nach kurzem Kennenlernen rückten die Süddeutschen mit ihrem Anliegen raus: Für die diesjährige Münchner Audio-Messe „High End“ wollten die Tüftler nicht nur akustisch überzeugen, sondern auch ein besonders Möbelstück ausstellen.

Reinhart stimmte begeistert zu. Und entwickelte innerhalb weniger Tage ein Ausstellungsmöbel, mit dem beide Unternehmen gemeinsam eines der Messehighlights in München waren. Der Erfolg macht den Partnern Mut. Und so ist es kein Wunder, dass schon die nächsten Klangmöbel in Planung sind.
Bis dahin muss nach Tauberbischofsheim, wer akustisch was auf die Ohren bekommen will.

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