Februar 2012 - Tischler mit Zweigstelle Hamburg
Der Pendler
Olaf Wirth kennt die A20 zwischen Rostock und Hamburg wie seine Westentasche. Das Asphaltband verbindet seine zwei Standorte. Und zwei Welten. In der einen wird akquiriert und Fertiges montiert. In der anderen wird gelebt und produziert.
"Ich bin ein Rostocker Tischler", stellt Olaf Wirth gleich zu Beginn schon mal klar. Sprichts und bestellt eine Latte macchiato. Die Erklärung ist nötig, denn wir treffen den 46-jährigen Tischlermeister in der Elbmetropole Hamburg. Und hier fühlt sich Wirth offensichtlich wie zu Hause. Was nicht nur am ausnahmsweise einmal strahlenden Wetter liegt. Denn der ostdeutsche Handwerker ist wenigstens einmal pro Woche in Hamburg. Und das nicht etwa zum Klinkenputzen. Wirth nutzt auf sehr intelligente Weise die Angebote von Häfele und dem Netzwerk Holzforum, um seinen Kunden seine Leistungsfähigkeit zu demonstrieren.
Bei Häfele wie zu Hause
In den Ausstellungsräumen der Häfele Functionality World in Kaltenkirchen wird deutlich, wie sich ein Rostocker inmitten der Hamburger Konkurrenz eine Nische erarbeiten konnte. Olaf Wirth ist offensichtlich der geborene Netzwerker. Kennzeichen dieser seltenen Spezies: bestehende Möglichkeiten und Kontakte werden bestens genutzt.
Der Tischler kennt nicht nur die Häfele-Crew, er ist auch bestens mit dem beeindruckenden Angebot in der Häfele-Ausstellung vertraut. „Klar, das kostet schon auch Zeit, um sich hier wirklich auszukennen und einzuarbeiten. Aber die investiere ich gern.“ Muss er auch, denn Wirth nutzt die Ausstellung, als ob es seine eigene wäre. Routiniert bewegt er sich durch die 600 Quadratmeter, erklärt Beschläge, demonstriert Funktionalitäten, erläutert Einbaumöglichkeiten. „So eine Ausstellung kann sich ja kein Tischler selber bauen. Das ist für mich ideal.“ Olaf Wirth erhält über das Häfele-eigene Schließsystem Dialock auch außerhalb der normalen Öffnungszeiten und am Wochenende Zugang zu den Räumen.
„Das ist die Idee unserer Ausstellung“, erklärt Vertriebsleiter Friedrich Fieg, der hier Chef des Hauses ist. „Unsere Kunden genießen unser volles Vertrauen. Sie sollen sich bewegen, als ob sie hier zu Hause wären.“ Selbst die Kühlschränke in den aufgebauten Küchenzeilen sind keine Attrappe, sondern voll bestückt. „Meine Kunden, ob Architekt oder Endkunde, merken kaum, dass das nicht mein Betrieb ist. Ich kann hier eigene Termine machen, die Ausstellung zeigen, Ideen entwickeln und intensive Verkaufsgespräche führen.“
Durch die Tür erfolgreich
„Mein erster Auftrag in Hamburg waren Innentüren für das Hamburger Hotel Elysee.“ Die Rostocker galten schon lange als besonders kompetent im Bereich von Innentüren. Wirth arbeitet dabei eng mit dem oberbayrischen Türenspezialisten Schörghuber zusammen. Das Elysee ist eine der Top-Adressen in Hamburg.
Und Wirth war offensichtlich so gut, dass sich seitdem eine Baustelle an die nächste reiht. Ob Ottenser Westend, staatliche Jugendmusikschule, Batig-Haus am Alsterufer oder Hotel Atlantik – die Referenzobjekte des Rostockers können sich sehen lassen. Im exklusivsten Hamburger Neubaugebiet, der Hafencity, könnte Wirth locker auch eigene Führungen durch die architektonischen Kleinode veranstalten.
Funktionalität auf 600, Haptik auf 3300 Quadratmetern: Die "zweite Filiale" von Olaf Wirth >>
