Heimische Kiefer dauerhaft wie Tropenholz
Dauerholz: Bis in den Kern gewachst
Ein Tischlermeister aus Hamburg hatte die Idee, in einer ehemaligen Panzerkaserne in Mecklenburg-Vorpommern wird produziert: Dauerholz hat das Zeug zum Tropenschreck.
Paraffin ist ein Grundbestandteil von Kerzen. Das Wachs riecht nicht, schmeckt nicht und, vor allem, schädigt es nicht. Es ist also völlig ungiftig. Mit Wasser versteht es sich so wenig, dass es sich geradezu abstoßend verhält.
Diese Eigenschaften fand der Hamburger Tischlermeister Jan Nies so interessant, dass er sich intensiver mit dem Wachs beschäftigte. Der Handwerker bewies Durchhaltevermögen: Zehn Jahre dauerte es, bis er aus Idee und ersten Versuchen ein Verfahren entwickelte, mit dem das Wachs in seinen hauptberuflichen Werkstoff, nämlich Holz, eingebracht werden konnte. Und zwar bis in die Spitzen: „Bei unserer Methode fließt Paraffin in jede einzelne Holzzelle. Dadurch wird alles Wasser verdrängt“, schildert er.
Das genaue Verfahren, mit dem er dem Wachs das Laufen beibringt, hält Nies streng geheim. 60 Stunden lang werden Bretter und ganze Stämme in über 100 Grad heißem Paraffin gebadet. Rezepturen und Beimischungen sorgen dafür, dass das Wachs bis in den Kern des Holzes fließt, die Zellwände komplett einhüllt. Dann wird getrocknet und gehobelt. Selbst meterdicke Stämme sind so schon imprägniert worden. Dauerholz-Vorstand Olaf Weber betont das Einzigartige der Technologie: „In den Kern der Kiefer ist bisher noch keiner vorgestoßen.“
Nies ist mittlerweile Hauptgesellschafter der „Dauerholz AG“. Weber sieht momentan vor allem den Bereich Outdoor als Zielmarkt. Dauerholz sei umweltfreundlicher als Tropenholz, haltbarer als das nur an der Oberfläche imprägnierte Kesseldruckmaterial und sinnvoller als modifizierte Hölzer, deren Ausgangsmaterial quer über den Erdball geschippert werden müssten. Für Dauerholz wird heimische Kiefer verwendet. „Unseren Baustoff kann man sägen, bohren und schleifen, genau wie Hartholz.“
Terrassendielen sind bereits erhältlich. Doch bei den Eigenschaften scheint es sinnvoll, Dauerholz auch im Bereich von Fensterkantel und Tür im Auge zu behalten. Die Tüftler in der ehemaligen Panzer-Kaserne, so viel sei verraten, schauen sich schon an, wie sich ihr Dauerholz beim Einsatz als Fensterrohstoff schlägt.

7 Kommentare zu "Dauerholz: Bis in den Kern gewachst"
Liebe HolzProfis,
toll, dass sich so viele für das Holz begeistern können. Auf der Website www.dauerholz.de finden Sie reichlich Informationen und auch ein Händlerverzeichnis.
Für Schreiner/Tischler sicher auch interessant. Die DAUERHOLZ-Akademie - dort kann das Werk besichtigt und selbst mit DAUERHOLZ gearbeitet werden. Wer daran Interesse hat, bitte unter akademie@dauerholz.de melden - noch sind Plätze am 11. und 23. Mai frei.
Viele Grüße Das DAUERHOLZ-Team
Hallo, wo kann man das Holz kaufen und in welchen Größen? Kann man es auch zum Teichbau (also zum Teil in der Erde) benutzen.
ich ahbe den Bericht auf Pro7 gesehen und möchte nun wissen, wie man das Holz erwerben kann und was es kostet. Erbitte Info. Vielen Dank und Grüße aus Völklingen (Saarland) Gerhard Leinenbach
Guten Tag, habe die Sendung im TV gesehen und bin an Terrassendielen interessiert. Besteht schon die Möglichkeit diese zu bestellen ? Wer kann mir Kosten und Größe mitteilen ? Bitte um Info.
Danke und Grüße aus München.
Arnold Schuster
hallo habe bei Galileo ihre tolle Erfindung gesehen möchte gerne mehr erfahren. wo bekommt mann das so behandelte holz und was kostet es
Ich finde das Produkt sehr interessant, habe aber Fragen: Ist das Holz ebenso kratzfest wie Hartholz? In welchen Größen ist es wo erhältlich? Muss das Holz auf Sicht nachbehandelt werden? Ist es tauglich für Terrassen? Wie kann/darf man es reinigen?
Hallo, wo kann man das Dauerholz kaufen und in welchen Größen ist es auf dem Markt?
Dieter Hörle