Die Bügelbauten des Berliner Hauptbahnhofs
Anwendungsbericht: Auf Kante gebügelt
Dieser Auftrag hatte es in sich: 700 Türen samt Zargen in allen möglichen Ausführungen wurden bisher in den beiden Büro-Prunkbauten des Bahnhofs der Hauptstadt verbaut. Und das alles musste im äußerst knappen Zeit-Korsett geschafft werden.
Ein Projekt mit Dimensionen:
Der Berliner Hauptbahnhof ist der größte Kreuzungsbahnhof Europas und zugleich der wichtigste Eisenbahnknoten in Berlin. Nach dem Hamburger, dem Frankfurter und dem Münchner Hauptbahnhof ist er mit etwa 300.000 Fahrgästen täglich der viertgrößte Personenbahnhof Deutschlands.
Nicht weniger imposant sind da die beiden Bügelbauten, die über den Gleisanlagen verlaufen und den Bahnhof zu einem architektonischen Gesamtkunstwerk machen. Nach der Eröffnung des Bahnhofs im Mai 2006 laufen im Anschluss an die vorbereiteten Maßnahmen seit Mitte 2009 auch die Arbeiten im Inneren der beiden extravaganten Bürogebäude auf Hochtouren. Die beiden Bügelgebäude am Berliner Hauptbahnhof überragen das Ost-West-Glasdach des Bahnhofs wie Brücken, worin zugleich der Name „Bügel“ erklärt ist. Insgesamt bieten die beiden 46 Meter hohen und 120 Meter breiten Gebäude ca. 50.000 m² Nutzfläche auf 11 Etagen, die zukünftig etwa zu drei Viertel von der Bahn selbst genutzt werden.
In Abschnitten wird der West-Bügel bereits seit März 2010 von der Bahn selbst bezogen. Nach der Fertigstellung der Arbeiten werden künftig über 1.000 Bahnbeschäftigte aus den verschiedensten Bereichen des Konzerns über den Gleisen Ihrer Arbeit nachgehen.
Mit der Ausführung des Innenausbaus ist unter anderem die Lindner AG aus Arnstorf betraut und setzt dabei auf Türen und Zargen der Westag & Getalit AG. Mehr als 700 Türen und Zargen wurden bisher verbaut.
Mehr als 300 Brandschutzelemente kamen dabei zum Einsatz, darunter zahlreiche T30- und T90-Brandschutzelemente, die neben den Brandschutz- uach den geforderten Schallschutzansprüchen nachkommen. Bei der Auswahl der Türoberfläche fiel die Entscheidung auf die HPL-Beschichtung "Getalit" im Dekor A223-Lackweiß.
Eingesetzt werden die Türen mit Brandschutzanspruch überwiegend in den 120 Meter langen Fluren des Gebäudes, an denen die zahlreichen Büro- und Besprechungsräume angrenzen.
Darüber hinaus lieferte Westag & Getalit auch zahlreiche Türen , die Feuchtraum-Schutzanforderungen genügen. Sie sind mit der extrem widerstandsfähigen Getalit-HPL-Beschichtung belegt.
Furnierte Türen mit den Schallschutzanforderungen SK32 und SK37 waren ebenfalls nachgefragt. Diese Lärmschlucker haben Laborprüfwerte von 37db bei den SK32- und 42db bei den SK37-Türen.
Nach ausführlicher Bemusterung entschieden sich die Bauherren für das Furnier "Ahorn Kanadisch". Eingesetzt wurde die Türen in verschiedenen Lindner-Wandsystemen ("Life 137"), die versetzbar sind und beispielsweise als Raumabschlüsse in den zahlreichen Besprechungs- und Konferenzräumen ihre Verwendung finden. Gestalterisch harmonieren die gläsernen Trennwände mit dem hellen Furnierbild der Türen optimal und integrieren sich in die moderne Ausstattung des West-Bügels. Darüber hinaus schlagen die furnierten Türen den Bogen zum Interieur und integrieren sich in das Gestaltungskonzept des lichtdurchfluteten Gebäudes.
Weitere Informationen:
Westag & Getalit
